Die Tatze schlägt zu!

Die Marke mit der Tatze ist vom Abmahnwahn infiziert worden und beißt wie ein tollwütiger Wolf um sich. Bevorzugte Opfer sind kleine „graue“ Mäuse, die nun ebensolche springen lassen sollen.

„Jack Wolfskin, […] , untersagt allen Anbietern von Pfoten(!)-Designs die Verwendung derselben, denn Jack Wolfskin sieht seine Markenrechte verletzt!“ Natürlich sollte eine Marke sein Logo schützen dürfen, aber wenn zwischen Markenlogo und abgemahnter Tatze Pfote ein himmelweiter Unterschied besteht, muss man sich fragen ob es dieser Firma (die auch bei Hundesportlern noch beliebt ist) wirklich so schlecht geht, dass sie ihre Anwälte auf die Jagd nach Kleinvieh schickt.

Die ganze (traurige) Geschichte bei: werbeblogger.de

Hoffen wir, dass Jack Wolfskin sich eines Besseren besinnt, die Anwälte den Wölfen zum Fraß vorwirft und die kleinen „grauen“ Mäuse mit einer Entschuldigung laufen lässt.

Pfote drauf!

Titelbild: Ralf Schwartz, mediaclinique / Werbeblogger

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein arg unsympathisches Auftreten, dass die da an den Tag legen. Ich finde es aber auch erstaunlich, wie wahnsinnig verbreitet diese Jacken auf einmal geworden sind. Hässlich finde ich ja, dass man damit quasi wie eine Litfaßsäule herum rennt und überall das Logo oder einen Schriftzug präsentiert.

    • Naja, mittlerweile gibt es fast keine Kleidungsstücke, die nicht irgendwelche Aufnäher o.ä. haben. Hässlich ist ja Geschmacksache 😉

      Die Abmahnungen wurden zwischenzeitlich wieder zurück genommen. Da hat man wohl doch noch das Nachdenken angefangen.

  2. Hallo,

    tststs… da guckt man mal einige Tage nicht auf Deine Seite und liest nur den Feed – bumms! Neues Design! Herzlichen Glückwunsch dazu, sieht superschick aus.

    Zur Sache. Ich weiss auch nicht, was sich die Jack Wolfskin Leute dabei denken. Dämlicher geht es wirklich kaum. Ich bin ja bisher von Abmahnungen aller Art verschont geblieben. Eigentlich ist es dringend an der Zeit, dass sich das deutsche Abmahnrecht ändert. Es reichte vollkommen, wwürde man die Gebühren für die erste Abmahnung unabhängig vom Streitwert auf 150,- EUR festlegen – zu zahlen vom Abmahner. Damit wäre es dennoch möglich, jederzeit seine Rechte anzumelden und durchzusetzen. Zugleich würde Abmahnen als Geschäftsmodell uninteressant und es wäre ein kleiner Anreiz die Sache unbürokratisch zu regeln.

  3. Ein ziemlich schmaler Grat, den Jack Wolfskin da entlangwandert. Wir haben ebenfalls eine Hundepfote im Logodesign und haben dies auch zuvor anwaltlich mit einen auf Marken- und Patentrecht spezialisierten Anwalt besprochen. Natürlich besteht jederzeit die Gefahr einer Abmahnung, aber die werden wir notfalls durchfechten um zu klären, ob die Schöpfungshöhe wirklich gegeben ist um einen universellen, alle Branchen, Produkte und Dienstleistungen übergreifenden Anspruch auf eines in der Natur dutzendfach vorkommenden Zeichens zu rechtfertigen, egal wie groß oder astrakt der entsprechende Entwurf der Pfote ist. Das erinnert mich recht stark an die Telekom-Sache von vor einigen Jahren, als diese versucht hat, Magenta komplett für sich zu verbuchen, unabhängig der Branche, Dienstleistung oder des Produktes und damit kräftig baden gegangen ist.

    • Es ist schon unglaublich was eine Firma wie JW vom Zaun bricht. Bei einer gewissen Ähnlichkeit zum Logo könnte ich es ja noch verstehen, aber weder bei den Dawanda Mädels noch bei dir sehe ich eine Verwechslungsgefahr. Hält JW seine (angehenden) Kunden wirklich für so dumm?
      Imho das Schlimmste: Man muss sich vorher in alle Richtungen absichern und läuft trotzdem Gefahr abgemahnt zu werden.

      In Zeiten des „WEB 2.0“ sollten auch so große Firmen wie JW etwas mehr über die Folgen nachdenken – siehe Jako. Sie unterschätzen immer noch den Schneeballeffekt im Web.