Leinenzwang – Ja oder Nein?

03.11.08 |  by Walter  |  Contest, Hunde, Menschen, alltägliches

.. oder “Und täglich grüßt das Murmeltier”.
Jeden Tag wird in verschiedenen Ländern über die Leinenpflicht für Hunde diskutiert (oder gestritten). Die einen schreien lauthals: “Ja, Leinenpflicht muß kommen!”, die anderen sagen: “Niemals Leinenpflicht, unsere Hunde leiden darunter!”.

Was ist der richtige Weg, welcher der Falsche oder gibt es einen Mittelweg?
Die Meinung von “Nicht-Hundebesitzern” und Hundehaltern ist gefragt!


Mich interessiert eure Meinung! Denkt bitte kurz (oder länger) an die Vor- und Nachteile für “Nicht-Hundebesitzer” und ebenso an die Vor- und Nachteile für Hunde/Hundebesitzer. Lasst mich eure Meinung / euren Lösungsweg wissen indem ihr einen kurzen (oder längeren) Kommentar hinterlasst oder schreibt einen Beitrag auf eurem Blog und setzt einen Link zu diesem Beitrag (damit man sehen kann wer was wo geschrieben hat).

“Einsendeschluss” ist der 21. November!

Unter allen Kommentaren, Ping-, Trackbacks oder manuellen Links verlose ich am 22. November einen 10 € Amazon Gutschein.

PS: Es soll eine “gepflegte” Diskussion werden und ich lege auch Wert auf “zivilisierte” Kommentare/Beiträge. Kommentare und Beiträge (also Ping-, Trackbacks, Links) deren Inhalt “unter der Gürtellinie” (Beschimpfungen usw.) sind, werden von mir gelöscht! Sollte euer Kommentar, Ping-, Trackback oder manueller Link nicht erscheinen, schreibt eine kurze Mail an mich (öffnet in extra Fenster!)



21 Kommentare


  1. Hui, kein einfaches Thema. Ich kann einerseits die Hundebesitzer verstehen, für die, oder besser für deren Hund eine Leine einen echten Zwang darstellt. Ich kann allerdings auch ein bisschen die “Angst vor Hunden haber” verstehen. Viel wichtiger finde ich aber den Schutz in Naturschutzgebieten, in denen ja meist auch Leinenzwang gilt.

    Meine Lösung wäre eine Leinenprüfung. Also eine Art Bescheinigung, dass der Hund ohne Leine geführt werden darf, weil er im Zweifelsfalls aufs Wort gehorcht. Die Bescheinigung ist immer mitzuführen und eine Art Ausweiskarte. Vielleicht ist das ein reichlich naiver Gedanke, aber ich bin halt so ^^

  2. Kontroverses Thema, wirklich. Kann ich auch einen älteren Beitrag einreichen? Ist zwar nicht auf die Blog-Parade zugeschnitten, aber meine Meinung zum Thema kommt gut zum Ausdruck :-)

    Nachtrag: den hier meine ich http://49suns.de/2008-04-01/normalerweise-die-geschichte-eines-tragischen-unfalls

  3. … auf den Hund gekommen macht auch mit, nur leider kann TYPOlight keinen Trackback, daher:
    http://www.coralian.de/stuff—artikel-lesen/items/zwang-zur-doofen-leine.html

  4. Also ich bin für den Leinenzwang. Nicht nur wegen der Sicherheit von z.b. Kindern sondern auch wegen der Sicherheit der Hunde. Ich lebe in einer Großstadt und würde ich unsere Hunde ohne Leine laufen lassen, wäre mir die Gefahr trotz guter Erziehung viel zu hoch, dass sie sich erschrecken und auf die Strasse rennen wo ein Auto sie erfassen könnte. Oder sie wollen spielen und rennen auf ein Kleinkind zu und dieses fällt um und schlägt sich den Kopf auf dem Beton auf. Nein diese Risiken kann man mit einer Leine sofort abwenden.
    Lebt man auf dem Dorf wo kein Verkehr herscht und man viele Feldwege hat, dort kann ich verstehen wenn man keinen Leinenzwang haben möchte und finde diesen dort auch nicht zwingend notwendig. Innerhalb der Stadt jedoch muss es Leinenzwang geben.

  5. Zum Argument: Kind fällt wegen Hund hin.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es einige kleine Kinder, diese Kinder fallen unheimlich oft aus diversen Gründen hin, ohne sich irgendeine Verletzung zuzuziehen. Kinder fallen eben schon mal, ihre Motorik ist noch nicht perfekt. Wenn man solche Angst vor schweren Kopfverletzungen bei Kleinkindern hat, dann sollte man Kinder gleich komplett in Schutzkleidung vor die Türe schicken. Diese Kinder sind außerdem noch nie wegen meinem Hund hingefallen, sie sind eher auf meinen Hund gefallen. Das war dann wenigsten weich. :-)

  6. So, jetzt geb ich mal meinen Senf dazu:
    Dem Thema Leinenzwang stehe ich mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber.
    Die Notwendigkeit steht und fällt mit der (fehlenden) Vernunft der Hundehalter.
    Ein vernünftiger Hundehalter bringt seinem Hund einen guten Gehorsam bei und entscheidet situationsgerecht ob der Hund frei laufen darf oder an die Leine muss. Hier ist ein Leinenzwang meiner Meinung nach unnötig.
    Doch es gibt leider auch das genaue Gegenteil, wo Gehorsam und/oder Rücksicht auf andere fehlen.
    Mir persönlich wär “ohne” am liebsten, aber wenn schon Leinenzwang dann mit Einschränkung:
    Die Idee von Crosa finde ich garnicht mal so schlecht: Eine Prüfung zur Befreiung vom Leinenzwang. Will man auf Wettbewerben (Agility, Obedience…) starten ist die Begleithundeprüfung Vorschrift, wieso nicht ein ähnliches Prinzip zur Befreiung vom Leinenzwang?!

  7. @Marina, ich denke Du hast Recht. Ich habe keinen Hund, aber ich denke, dass die Mehrheit der Hunde ihr Verhalten direkt von Ihren Haltern haben. Letztendlich führt das zur Frage der Kontrollierbarkeit, ob ein Hund sich richtig verhält oder nicht bzw. was passiert, wenn der Halter nicht dabei ist.
    Es ist ein böses Wort, aber der Hundeführerschein für Hunde(halter), kann eben auch Vertrauen schaffen und darüber möglicherweise auch eine Ausnahmenregelung generiert werden: Führerschein = Leinenbefreiung o.ä.

  8. O.K. …..zunächst mal Danke für die Glückwünsche zu meinem Geburtstag, Lieb von Euch :-)
    So; nun zum Thema: ich hab die ganze Geschichte erst einmal verfolgt.
    So richtig hab ich über dieses Thema auch bei meinem jetzt 4. eigenen Hund nie nachgedacht.
    Wozu auch, ich denke wir haben doch einen Verstand mitbekommen.
    Wer Probleme mit seinem Hund hat, dem empfehle ich die Begleithund Ausbildung mit anschliessender Prüfung.
    Kleine Geschichte;
    gestern ging ich mit Indi vom Toben auf unserer Wiese nach Haus.Indi ist meist geschafft und trägt einen Ball oder anderes Spielzeug ruhig im Fang und geht ohne Leine neben mir her.
    Wir sahen von Ferne eine leinenhalterin mit Hund. Indi ging ohne Leine.
    Beim näher kommen erkannte ich Hund und Frauchen. Indi; an die Leine.
    Och, die sagte Dame ihren Hund der schon in der Luft hing und am Halsband festgehalten wurde, lasse sie ihn doch los, ohne Leine klappt es besser.
    Ihr Hund hatte schon Augen zum Abschlagen , die Rute war ein Busch über der Wirbelsäule und er spulte sich durch Kleffen total hoch.
    Mein Indi hat sein Spielzeug fallen gelassen und hatte einen Blick wie na, komm doch, dann gibt es aber so was von auf die Mütze.Rute hoch.
    In so einer Situation kenne ich meinen Hund!!!! Leine ab? Nein!!!! Sorry zur Dame, möchte ich nicht und locker an den Beiden vorbei.Leckerli danach und Lob für Indi, weil er nicht solch Gehabe an den Tag gelegt hat.Und….. gefährlich gucken wird man ja noch dürfen oder.
    Ich allein entscheide; für mich, für meinen Hund und vorallem für Andere, dass nichts passiert .
    Dazu brauche ich doch nicht gezwungen werden.
    Übrigens ist es auch auf dem Land nicht ganz so ruhig wie man denkt.

    Indi mit “immer bist du der Bestimmer” Silvie :-)

  9. Zu unserer Situation hier: Wir wohnen in einer ländlichen Gegend. Je nach Route 1 bis 5 Minuten Weg an der Leine, dann Felder, Wald und Wiesen. Während wir durch die Wohn- und Bauernhofwege gehen, würde es mir nie einfallen, meinen Wuffi ohne Leine laufen zu lassen. “Normalerweise” (…und da war es wieder, das schöne Wort) hört er gut, hat keinen großen Jagdtrieb etc. Aber es sind viele Katzis unterwegs und hinter denen rennt er natürlich schon gern her! Im Gegensatz zu manchen anderen Hundebesitzern hier, die es scheinbar nicht stört, wenn ihre Hunde quer durch Gärten oder über Straßen hinter Katzen her toben, ist mir das zu heikel und die paar Meter kann der Fino ruhig mal an der Leine bleiben. Gleiches gilt natürlich auch für Stadtbummel, da gehört ein Hund meiner Meinung nach an die Seite seines Frauchens/Herrchens und sonst nirgends hin!
    Sind wir dann aber auf unseren Wald- u. Wiesenwegen unterwegs, braucht der Fino keine Leine mehr! Radfahrer und Jogger interessieren ihn nur insofern, als er dann zu mir kommt weils da manchmal Leckerli, aber immer ein Lob gibt. War ganz einfach, ihm das schon im Welpenalter beizubringen (wissen sicher viele von euch auch). Ein Dankeschön von den oft vorher erschrocken dreinblickenden Joggern bzw. Radlern , wenn mein Hund lieb neben mir sitzt oder steht und sie einfach vorbei können, ist für mich der Beweis, dass wirs richtig gemacht haben. Wenn uns andere Hund begegnen, verfahre ich wie Silvie mit Indi: Je nach Situation , Tagesform und natürlich “Bekanntheitsgrad” und Verhalten des anderen Hundes und Hundehalters entscheiden und handeln. Bisher sind wir gut damit gefahren!
    Noch kurz zur Problematik “Hunde – Wiese – Bauer”: Auch deswegen wird ja immer wieder der Wunsch nach Leinenzwang auch in ländlichen Gegenden laut. Solange die Wiesen im Wachstum sind und immer wieder gemäht werden, geh ich halt einfach nicht drauf! Es gibt doch genug andere Wege! Ich habe mit unseren Bauern hier keine Probleme….und mein Hundekacktütchen hab ich sowieso immer in der Tasche *gg*

  10. Klare Antwort: ja für Leinenzwang – in der Stadt zumindest. Und zwar aus einem einfachen Grund: die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die des anderen beginnt. Und die Freiheit des Menschen – auch die des Nicht-Hundefreunds – ist wichtiger als die des Hundes.

  11. @ Petra
    So halte ich es auch.
    Das Wort Leinenzwang gefällt mir nicht, da die Leine nicht unbedingt Zwang für den Hund bedeutet.
    Hat ein Hund genügend Freilauf, bekommt er keinen psychischen Schaden, wenn er mal an der Leine laufen muss.
    ich halte auch nichts von der Aussage, mein Hund hört 100 %.
    99% lasse ich mir eingehen, es ist ein Tier in dessen Kopf wir nicht hinein sehen können.
    Weil etwas 1000x geklappt hat, heisst das noch lange nicht,
    dass es auch das 1001x klappt.
    Wir kennen sicher alle den Spruch ” das hat er aber noch nie getan ”
    Auch wenn sich uns gegenüber nicht jeder rücksichtvoll verhält,
    sollten wir trotzdem Rücksicht auf andere nehmen.

  12. Spannendes Thema!
    Eine Stadt besteht nicht nur aus Einkaufs- , gefährlichen Verkehrsstraßen und Fusswegen voller kleiner Kinder. Auch im Dorf lebt man nicht allein und freut sich vielleicht nicht, wenn beim Waldspaziergang der große Wachhund des Nachbarn ohne Leine auf einen zurennt … Ganz so einfach ist es nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten! Aber wo der Mensch verlernt hat, andere zu achten, braucht es leider immer mehr Gesetze und Zwänge. Meines Erachtens wären diese völlig überflüssig, wenn wir alle einfach etwas mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden und mehr Vertrauen in unsere Mitmenschen hätten. Aber statt dessen schaffen wir nur mehr Gesetze, Prüfungen, Zertifikate … Papierkram um uns sicher zu fühlen.
    Wenn jeder Hund eine Prüfung ablegen soll, damit er ohne Leine laufen darf, möchte ich, dass z. B. auch jeder Skater einen “Führerschein” macht, damit ich sicher sein kann, dass er das Bremsen gelernt hat und mich nicht umfährt (und mein Kopf auf dem Beton landet). Tja ja, die Risiken des Lebens sind riesig groß und Vater Staat würde reich, wenn jeder eine Prüfung für sein Skateboard, Fahrrad, Ferngesteuertes Motorboot etc. machen müsste und einen entsprechenden Ausweis trägt. Aber uneinschätzbar sind scheinbar immer nur die Risiken, die von einem Hund ausgehen, vorallem für die Landschaftsschutzgebiete.
    (@ Mario) Und da auch Hundehalter Menschen sind, ist auch deren Freiheit von Bedeutung! Im übrigen ist eine Einstellung, dass Bedürfnisse des Menschen über die eines Tieres gehen, zwar typisch für die meisten Leute, aber dennoch falsch.

  13. @Manja: Good Posting! Das mit dem Führerschein sehe ich auch so. Wenn man es jetzt mit Ullis Aussage verbindet, dann kann auch ein erworbener Führerschein nutzlos sein, wenn Herr und Hund die Prüfung zwar vorbildlich abgelegt haben, aber dann tritt eben mal der 1001.Fall ein, bei dem Hund trotz Führerschein eben nicht hört….is ja auch keine Maschine! Und schon haben wir wieder den berühmten Fall “Das hat er ja noch nie gemacht!”.
    Das Schlüsselwort ist meiner Meinung wirklich “Rücksicht”. Vorausschauend sein, Situationen rechtzeitig erkennen und einschätzen und ggf. sehr früh reagieren.

  14. Wir haben einen mittelgroßen Mischling ,der meistens ohne Leine geht. Nur wenn er dann anfängt immer langsamer zu laufen wird er an die Leine genommen.
    Es hängt von der Rasse und der Umgebung ab ,wo man seinen Hund an die Leine nehmen sollte.

  15. Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben: Zebu läuft fast nie mit Leine, nur da, wo er unbedingt muß (und das ist eigentlich nur beim Betreten und Verlassen des Agility-Parcours und bei der Leinenführigkeitsprüfung im Obedience). Und das mitten in der Großstadt Berlin (und zwar wirklich mitten in der Großstadt und nicht irgendwo in einem ruhigen Vorort). Das hat mich aber auch (a) ein hartes Stück Arbeit in der Erziehung und Ausbildung des Hundes gekostet und (b) bin ich mir nicht sicher, ob ich jeden Hund so erzogen bekäme, wie ich es mit Zebu geschafft habe (jeder Hund ist halt anders).

    Und: Wenn ich mit Zebu unterwegs bin, konzentriere ich mich auf den Hund, um im Zweifelsfalle rechtzeitig eingreifen zu können (daher bin ich am liebsten mit dem Hund alleine unterwegs).

    Fazit: Ich denke, es kommt auf den Hund (und — mehr noch — auf den Hundeführer) an. Ich halte aber nichts von staatlichen Verordnungen und Gesetzen, sondern appeliere lieber an die Vernunft und Einsicht der Hundehalter.

  16. Hinweis zur Verlosung des Amazon Gutscheins:
    Leider komme ich nur per Handy (Mobilfunknetz) ins Internet. Aus diesem Grund wird die Verlosung des Amazon Gutscheins auf Sonntag verlegt. Ich hoffe, dass Sonntag mein Internetzugang wieder funktioniert. Ich bitte um Entschuldigung.

    Walter

  17. mit leinenzwang erreicht man nichts gutes am/beim hund.
    die leine ist die verlängerung zum HF, der hund immer gespannt auf angriff und abwehr.
    ohne leine ist der gut sozial, erzogene hund ganz entspannt, schnüffelt hier und da und geht seinem geschäft nach.
    ohne leinenzwang würde es auch weniger angriffslustige hunde geben.
    meine laufen viel frei rum und tun keinen menschen noch tier etwas, allerdings von jugend an dementsprechend erzogen und sozial zu anderen hunden gefordert.
    meine hündin ist 12,5 jahre-dackelmix und mein colliemix 2,5 jahre.
    lg petra st.

  18. Bin gegen Leinenzwang, warum brauchen wir das? Weil die Medien unsere Lieblinge ins falsche Bildgerückt haben. Ein Hund braucht auslauf und das ist an der Leine nicht gegeben.

  19. Der/die Gewinner/Gewinnerin der Blogparade “Leinenzwang – Ja oder Nein?” stehen fest.

    Wer hat gewonnen?

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